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03.05.2009 - Simultanschach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christian Hiller   
Donnerstag, den 07. Mai 2009 um 20:41 Uhr
Am 03. Mai 2009 warf sich die Schachabteilung des TSV Lengfeld in Schale und führte die angekündigte Simultanschachveranstaltung durch. 16 Bretter waren hergerichtet in der Hoffnung, ebenso viele Spieler würden sich einfinden, Matthias Hofmann herauszufordern. Leider wurden es nicht ganz so viele - letztendlich kamen 7 Partien zu Stande.

Für alles war bestens gesorgt - genug Stärkungsmaterial in Form von belegten Brötchen, Kaffee, Cola, Fanta waren vorhanden.
Den optischen Höhepunkt des Tages bildete sicherlich die von unserem Schachfreund Hans-Jürgen Burkard gespendete Schachtorte - wahrlich ein optischer und kulinarischer Hingucker, fast zu schade zum Anbeißen. Letztendlich siegte dann aber doch die Vernunft und die Torte entging nicht ihrem vorherbestimmten Schicksal.


Um kurz nach 14 Uhr starteten dann die Partien. Alle Herausforderer wählten die weißen Figuren und es entstanden schnell spannende und interessante Partien. Matthias Hofmann schritt von Brett zu Brett, erwartete dann stets den Zug des Herausforderers, um dann nach mehr oder weniger längerem Überlegen seinen Antwortzug aufs Brett zu zaubern.

Die anwesenden Schachkiebitze (Leute, die zwar Schach spielen können, aber lieber zusehen anstatt selber sich ans Brett zu setzen), verfolgten das Geschehen mit Interesse. Hin und wieder konnten sie es sich nicht verkneifen, die Stellungen zu bewerten und Tipps den Herausforderern ins Ohr zu flüstern.

Unser Jungschachtalent Thomas Meier hielt sich sehr wacker, fand immer wieder interessante und gute Antworten auf den gegnerischen Angriff und leistete 40 Züge lang erbitterte Gegenwehr. Sehr interessante Partien entwickelten sich auch mit den Herausforderern Adrian Loy und Manfred Burkard (Rottendorf). Beide erwiesen sich als zähe Gegner. Adrian Loy hatte zwar nach Abtausch mehrerer Figuren die schlechtere Bauernstruktur (zwei Doppelbauern), konnte dieses Manko aber lange durch geschicktes Verteidigen ausgleichen.
Die Partie gegen M. Burkard war sicherlich die mit den meisten Variationsmöglichkeiten, da beide Spieler den Angriff suchten.
Herbert Mager lief leider recht bald Matthias Hofmann in eine kleine taktische Falle, verlor eine Leichtfigur.
Günter Degelmann (und Kiebitze) gelang es, unseren Protagonisten am meisten Paroli zu bieten, jener
konnte einen Bauern erobern, was normalerweise zum Sieg ausreicht.

Nach Jahren der schachlichen Enthaltsamkeit kehrte auch unser früheres Mitglied Cuong-Anh Pohl nach Lengfeld zurück und forderte M. Hofmann heraus. Ihm merkte man die lange Abstinenz an - ihm unterliefen doch einige leichte Fehler, die von seinem Gegner hemmungslos ausgenutzt wurden.

Auch Sergel Melikov versuchte, M. Hofmann mit einer ungewöhnlichen Eröffnungsvariante zu überraschen.
So schritt also unser Protagonist von Brett zu Brett, genehmigte sich hin und weder eine kleine Pause, um sich mittels Brötchen und Limo zu stärken, was scheinbar Wirkung zeigte. Nach knapp 2 Stunden war die erste Partie zu Gunsten M. Hofmanns entschieden; den Figurenverlust konnte H. Mager nicht mehr
kompensieren. Bei den anderen Partien wog das Schicksal hin und her. Es schlichen sich doch einige Ungenauigkeiten bei M. Hofmann ein, aber das ist bei solch einer Simultanveranstaltung normal. Aber entweder war der Respekt seiner Herausforderer zu groß oder er konnte sie doch in so schwierige Situationen verwickeln, dass der optimale Zug nicht so leicht zu finden war.
Dass Schach umso schwieriger ist, je weniger Figuren auf dem Brett sind, zeigte sich in der Partie Adrian Loys. Je weniger Figuren auf dem Brett, desto wichtiger werden die genauen Positionierungen. Adrian unterschätze die Wirkung der gegnerischen Türme auf den offnen Linien, öffnete seine Königsstellung, um einen Angriff zu starten, und musste doch die Partie zwei Züge später aufgeben, da er der Mattdrohung durch Dame und Turm nicht begegnen konnte.

Thomas Meier hielt 40 Züge durch - allen Respekt für das gezeigte spielerische Vermögen, das er in seiner allerersten "Wettkampfpartie" an den Tag gelegt hat. Aber zum Schluss erwiesen sich die vielen schwarzen Figuren rund um seinen König als doch zu stark.
Cuong-Anh Pohl konnte zwar den anfänglichen Nachteil wieder ausgleichen, so dass er auch zwischenzeitlich gute Gewinnchancen hatte. Aber da merkte man die fehlende Spielpraxis, so dass er im Endspiel (König und 3 Bauern gegen König und zwei Bauern) auf verlorenem Posten stand und die Partie aufgab, bevor sich ein schwarzer Bauer in eine Dame verwandelt hätte.

Auch Sergej geriet rasch in materiellen Nachteil, konnte die Stellung aber auch durch Verwicklungen wieder einigermaßen ausgeglichen gestalten, nachdem er M. Hofmann auch in eine taktische Falle stolpern ließ. Da er den Angriff aber nicht konsequent genug durchzog, konnte sich M. Hofmann aus der sehr schwierigen (für ihn im Geiste schon Aufgabe würdigen) Stellung befreien und im Endspiel auch die Partie für sich entscheiden.

Unser Gast aus Rottendorf ließ sich auf ein Vabanquespiel ein - er griff auf dem Damenflügel an, M. Hofmann auf dem Königsflügel. Und in solchen Situationen gewinnt meist der, der seinen Angriff am konsequentesten durchführen kann. Manfred B. leistete sich 1 bis 2 zu vorsichtige Züge und schon war es geschehen; seine Königsstellung wurde aufgehebelt durch einen kleinen frechen Bauern, der letztendlich auch zum Sargnagel der weißen Verteidigungslinien werden sollte.


So sah alles nach einem Ergebnis mit einer blütenreinen Weste für M. Hofmann aus. Aber das wollten sich die Herausforderer dann doch nicht bieten lassen. G. Degelmann (und/oder die Kiebitze?!) schaffte es, den gegnerischen König in einer absoluten Remisstellung in die Mitte des Brettes zu locken und so dessen Bauern ungeschützt zurück zu lassen. Nachdem er auch noch den schwarzen Figuren den Rückzug versperrt hatte, war es geschehen. Ein schwarzer Läufer war die Beute der weißen Kombinationsgabe. M. Hofmann versuchte zwar noch die eine oder andere Finte, reichte dann aber doch nach 53 Zügen und ca. 3 1/2 Stunden Spieldauer seinem Gegner die Hand und gratulierte ihm zum Sieg.
Endstand also 6:1 für Matthias Hofmann


Ihm hat es sehr viel Spaß gemacht - es ist eine interessante Herausforderung, gegen mehrere unterschiedlich spielende Gegner gleichzeitig anzutreten. Das permanente Umschalten und Analysieren unterschiedlichster Partien/Stellungen ist es, was den Reit für den Simultanspieler ausmacht.

Auch wenn die Resonanz nicht so groß war - Spaß gemacht hat es allen.
Und wir werden sicherlich wieder verstärkt im Vereinsleben uns präsentieren - nach außen und innen. Wer uns dabei unterstützen will, mitmachen will, ist jeden Montag ab ca. 19 Uhr 15 im Hubert-Scheller-Raum eingeladen, dem königlichen Spiel zu frönen.
Herzlichen Dank auch an unsere (finanziellen) Unterstützer H.-J. Burkard, Herbert Mager und Hilde Walter für das Küchenengagement.















Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 07. Mai 2009 um 20:51 Uhr
 
Trainingszeiten Schach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Irena Walter-Hiller   
Montag, den 17. Dezember 2007 um 00:20 Uhr

Trainingszeiten:

Montags 20.00-22.00 Uhr im Hubert Scheller Raum

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 17. Dezember 2007 um 13:47 Uhr
 


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