|
Zweiter Wettkampf, erster Sieg! Gegen die 2. Mannschaft aus Rieneck konnten wir den ersten Saisonsieg einfahren und verdient mit 3:1 gewinnen, nachdem wir noch zum Saisonstart gegen die 3. Mannschaft aus Rieneck nur ein 2:2 erzielen konnten.
Auf Grund parallel gelegter Urlaube zweier unserer sonst üblichen Mitstreiter mussten bzw. durften wir das erste Mal unseren Nachwuchsspieler Thomas Meier einsetzen.
Erst eine Woche vor dem Einsatz erfuhr er es und so war die Aufregung sehr groß. Das erste Mal mit Uhr spielen, die Partie mitschreiben. Aber wie das Schicksal so spielt: Auch seine Gegnerin war das erste Mal im Einsatz und so trafen die beiden Jüngsten aufeinander und die Aufregung wurde ein wenig kleiner, v. a. da auch die familiäre Unterstützung nicht hätte besser sein können.
Und was kann ich berichten? Der erste, der seine Partie siegreich gestalten konnte, war Thomas. Einer soliden Eröffnung folgte die unbarmherzige Eroberung gegnerischer ungedeckter Figuren. Die Partie ist nach ca. 15 Zügen de facto entschieden, es geht nur noch darum, die Gegnerin nicht versehentlich patt zu setzen bzw. vor lauter Figureneroberungen ein mögliches Matt zu übersehen. Geschafft ist es nach gerade mal 31 Minuten. Die geballte Übermacht führt nach Te1-e6+ letztendlich mittels Te6-g6 zum Matt – wir führen 1:0
Dass man die Jugend nicht unterschätzen darf, erfahren auch Hans-Jürgen an Brett 3 sowie Sergej an Brett 2. Sergej kreiert wie gewohnt eine außergewöhnliche Eröffnung, in der wieder bald die Damen getauscht werden und, wenn man es genau nimmt, sehr seltsame bzw. geschwächte Bauernstrukturen entstehen. Hin und wieder lauern auch kleinere Fallstricke unserm Sergej, die er aber letztendlich gekonnt umschifft. Er profitiert dann auch vom Fehlzug seines Gegners, der eine drohende Fesselung bzw. den daraus resultierende Qualitätsverlust zweimal übersieht, sodass Sergej letztendlich einen Turm mehr sein Eigen nennen kann und sicher auf der Gewinnstraße fährt.
Das Gegenteil erlebt leider Hans-Jürgen, der zwar die ganze Zeit über die gegnerischen Angriffe gut parieren kann, nie wirklich in Gefahr gerät aber auch nicht wirklich selber einen aussichtsreichen Angriff starten kann. So kommt es, wie es kommen muss – Figuren werden getauscht, die Partie verlagert sich immer weiter Richtung Endspiel und da spielen eben die Bauern eine noch entscheidendere Rolle als sie es eh schon tun. Und irgendwie war unserem Hans-Jürgen erst der eine, dann der andere Bauer abhanden gekommen, sodass er im reinen Bauernendspiel mit jeweils einem Läufer in aussichtsloser Position sich befand und notgedrungen die Partie aufgeben musste.
Mein Gegner spielte die ganze Zeit über recht passiv und vorsichtig, ließ die ein oder andere Chance aus, das Geschehen an sich zu reißen und so konnte ich mich in Ruhe aufbauen und meine Figuren nach und nach für einen Angriff umgruppieren. Entscheidender Raumgewinn gelang mir durch einen Bauernvorstoß nach e4, wo sich dieses kleine Bäuerlein wie ein Stachel in die Stellung meines Gegners hinein bohrt.
Sergej hat in der Zwischenzeit seinen Gegner stellungsmäßig vollkommen aufgerieben; es dauert nur noch wenige Züge, dann kapituliert er, sodass mein Gegner gezwungen ist, etwas risikoreicher zu spielen, um ein Mannschaftsremis noch zu erreichen. Aber das ist nun zu spät. Mein Angriff ist stets einen Zug schneller und als er auch noch falsch abtauscht ist es um ihn geschehen. Er übersieht in der Abfolge, dass seine Grundlinie ungeschützt ist und ich nach dem Abtauschen mittels De4-e1+ einen Turm erobere, was mir zum Sieg gereicht.
So können wir mit 3:1 gewinnen
Die nächsten Wettkämpfe in Stetten und v. a. Burgsinn werden aber zeigen, in welche Richtung dieses Jahr die Reise geht.
Es wäre super, sollten sich im Laufe der Saison weitere Schachinteressenten bei uns einfinden. Wir spielen/trainieren montags ab 19 Uhr bis ca. 23 Uhr und freuen uns über jedes neue Gesicht.
Um einmal die Atmosphäre bei einem Schachwettkampf zu veranschaulichen, einfach mal die Bilder auf sich wirken lassen.
|