Handball - Jugendzeltlager Rappershausen
Zeltlager in Rappershausen – eine Woche voller Abenteuer in der Rhön
Bereits zum vierten Mal schlugen der TSV Lengfeld und die TSG Estenfeld gemeinsam ihre Zelte in der Rhön auf – genauer gesagt auf dem Zeltplatz in Rappershausen. Was mittlerweile fast schon Tradition hat, beweist: Wenn zwei Vereine gut zusammenpassen, dann eben auch im Gelände, im Schwimmbad und um Mitternacht im Schlafsack.
Wie schon im letzten Jahr machten sich die Betreuerinnen und Betreuer bereits am Wochenende davor auf den Weg, um alles vorzubereiten. Schließlich soll sich später kein Kind über einen wackeligen Hering oder eine fehlende Fahnenstange ärgern müssen – sondern einfach nur Spaß haben. Am Sonntag gönnte sich das Betreuerteam dann noch eine gemeinsame Wanderung durch die Rhön: einmal durchatmen, bevor die geballte Kinderenergie anrückte.
Los ging es am Montag, dem 1. Juni: Um 9 Uhr rollten die Kinder an, und schon wurde gewerkelt. Zelte wurden bezogen und häuslich eingerichtet, ehe am Nachmittag zahlreiche Workshops auf dem Plan standen – von Fangesängen über das Bemalen der Zeltfahnen bis hin zum Bau eigener Fackeln. Am Abend wurde gemeinsam gegessen, und zum Einstieg in die Lagerwoche gab es das obligatorische Überfalltraining. Wofür das gut sein sollte, zeigte sich schon bald.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen des sportlichen Wettkampfs. Bei der Sportolympiade traten die Kinder in Disziplinen wie Quidditch, Flag-Football und dem geheimnisvollen „Hütchenquitschi“ gegeneinander an – ein Name, den man wohl gespielt haben muss, um ihn zu verstehen. Am Nachmittag folgte das Geländespiel „Fahne“. Und in der Nacht war es dann so weit: Fremde Leute überfielen das Lager. Doch die Kinder bewiesen Teamgeist und lösten gemeinsam die gestellten Aufgaben – das Überfalltraining vom Montag hatte sich gelohnt.
Am Mittwoch ging es, wie es sich gehört, ins Schwimmbad nach Bad Neustadt. Auf dem Programm standen eine handfeste Rutscheneskalation und eine Schwimmnudel Schlacht, bei der vermutlich mehr getroffen als ausgewichen wurde. Am Abend gab es Pizzasuppe am Lagerfeuer, gefolgt von der Fackelwanderung – natürlich mit den am Montag selbst gebauten Fackeln. Handwerk, das sich auszahlt.
Der Donnerstag begann mit einer Rallye: Die Kinder wurden in einem Umkreis von maximal 18 Kilometern ausgesetzt und mussten den Weg zurück zum Zeltplatz finden – eine Aufgabe, die Orientierungssinn, Teamgeist und ein bisschen Abenteuerlust verlangte. Den krönenden Abschluss bildete am Abend „Mein Zelt Kann“, eine selbst erstellte Fernsehshow, in der die Zelte in verschiedenen Kategorien gegeneinander antraten. Ob Talent, Mut oder schlichtweg Albernheit – hier zeigte jedes Zelt, was in ihm
steckt. Und weil einmal offenbar nicht genug war, gab es auch in dieser Nacht noch einen Überfall: Diesmal wurde sogar eine Nachtwache entführt. Doch auch hier hielten die Kinder zusammen, lösten gemeinsam die Aufgaben und holten ihre Nachtwache wohlbehalten zurück.
Am Freitag hieß es schließlich Zelte abbauen und Abschied nehmen. Damit das Ganze nicht zu wehmütig wurde, ließ man die Woche bei einem gemeinsamen Grillen ausklingen – ein versöhnlicher Schlusspunkt nach fünf erlebnisreichen Tagen. Ein solches Lager fällt nicht vom Himmel. Ein großes Dankeschön geht an alle Betreuerinnen und Betreuer, die mit ihrem Einsatz – schon am Wochenende davor – diese Woche überhaupt erst möglich gemacht haben. Ein eigener Dank gebührt dabei auch all jenen, die sich als nächtliche „Überfaller“ zur Verfügung gestellt und damit für reichlich Nervenkitzel gesorgt haben. Und natürlich gilt unser Dank allen Kindern, die jederzeit motiviert dabei waren und mit ihrer Begeisterung dafür gesorgt haben, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Wir freuen uns schon auf das fünfte Mal!
KK und RE