Teilnehmer-Rekord beim vierten E-Jugend-Handballcamp

Erstmals über 30 Kinder

Beim vierten Trainingscamp für die Handball-E-Jugenden der TSG Estenfeld und des TSV Lengfeld haben die Lengfelder Löwen mit insgesamt 33 Kindern bislang die größte Anzahl Handball-begeisterter Kinder betreuen dürfen. Ein toller Erfolg für die Löwen, die sich auch dieses Mal wieder eine Menge für die Kinder haben einfallen lassen.

Neben drei Handball-Trainingseinheiten gab es für die insgesamt 20 Jungs und 13 Mädchen ein vielseitiges Rahmenprogramm, das sich am Leitgedanken der Aktion "Kinder stark machen" orientierte. Dabei konnten die Kinder am Freitag abend zunächst erfahren, wie man bestimmte Aufgaben nur in einer Gruppe lösen kann, am Samstag schritten sie auf den Spuren der Beatles über die Lengfelder „Abbey Road“ und durften dann, unter elterlicher Aufsicht, mit schwerem Gerät ein Labyrinth und ein Vier-gewinnt-Spiel bauen.

Im Fokus der Trainingseinheiten stand das 1 gegen 1 Spiel sowie Koordination- und Techniktraining. Nach der ersten Kennenlern-Übung folgten am Freitag Reaktions- und Fangspiele und dann ging es in Kleingruppen weiter bis hin zur abschließenden Freilaufübungssequenz. Nach dem Abendessen begann dann das Rahmenprogramm mit einer Spiel- und Rateshow. Dabei mussten die Kinder in 4 Teams gegeneinander antreten und konnten sowohl ihr allgemeines wie auch ihr handballerisches Wissen in ihre Gruppen einbringen. Zudem mussten verschiedene Spielaufgaben gemeinsam bewältigt werden.

So galt es einmal, als Kommissar einen Verbrecher zu entlarven, dann musste mit der gesamten Gruppe an einem Seil ein Fluss überquert werden, ohne dabei von hungrigen Löwen gefressen zu werden. Ein anderes Mal sollten die Kinder durch einen Hochparcours flitzen, ohne dabei vom gegnerischen Team abgeworfen zu werden. Bankhangeln gab es auch noch, ein Mordsgaudi für die Kinder, die schließlich geschafft, aber gut gelaunt ins Nachtlager gingen.

Von Abbey Road bis Zauber-Labyrinth

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück zunächst mit Handballtraining weiter, und die Kinder waren trotz der relativ kurzen Nacht motiviert bei der Sache. Nach dem Mittagessen durften die Kinder mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern mit Bohrmaschine, Säge und Akkuschrauber hantieren und sich kreativ austoben.

Für das Labyrinth haben die Kinder das Layout selbst erstellt, passende Leisten gesägt, geleimt und angeschraubt sowie Löcher gebohrt und glatt gefeilt. Für das 4-gewinnt-Wurfspiel musste ebenfalls gebohrt und gefeilt werden, zudem bastelten die Kinder knapp 50 Hacky-Sacks, so dass sich jeder irgendwo einbringen konnte.

Zwischendurch ging es noch raus auf den Zebrastreifen vor der Kürnachtalhalle, wo die Kinder schon mal für ihr erstes Star-Foto ganz im Stile des Beatles posieren durften. Das verursachte Verkehrschaos war im beschaulichen Lengfeld glücklicherweise limitiert, denn die Kinder haben das Shooting wie Profis fast alle in einem Durchgang absolviert.

Zum Schluss des Camps wurden dann noch die fertigen Spiele ausprobiert und wir konnten viele zufriedene Kinder verabschieden. Alle bekamen ein Camp-Survivor-Shirt als Belohnung und die „Überlebenden“ trugen Ihr Andenken voller Stolz nach Hause.

Wir danken allen Eltern, Helfern und Betreuern für ihre Unterstützung, der Metzgerei Schömig, der Bäckerei Rösner und der FGL, die durch Ihre Spenden und ihren Einsatz dieses Camp möglich gemacht haben. Im Sommer planen wir erstmalig ein Feriencamp (29.7. bis 31.7.), im September folgt dann die fünfte Auflage des E-Jugend-Handballcamps.

LB, 16.3.2019

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Über die Aktion "Kinder stark machen"

Kinder stark machen ist eine Mitmach-Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für frühe Suchtvorbeugung ab dem 4. Lebensjahr. Ob Elternhaus, Sportverein, Schule oder Kindergarten – Erwachsene, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen, können Kinder in ihrer Entwicklung stärken und unterstützen.

Um einem späteren Suchtverhalten vorzubeugen, muss Prävention frühzeitig und umfassend ansetzen – lange bevor junge Menschen überhaupt in Kontakt mit Suchtmitteln wie Tabak oder Alkohol kommen. Hierfür ist es notwendig, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Heranwachsenden zu stärken und ihre Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern.

Kinder und Jugendliche, die ihre Stärken kennen und denen wir Vertrauen und Anerkennung schenken, wachsen zu selbstbewussten Persönlichkeiten heran – eine wichtige Grundlage, um später auch gegen Gruppendruck „Nein“ zu Suchtmitteln sagen zu können.

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